Am ersten Schultag nach unserem Schülerbetriebspraktikum hat unsere Klasse einen besonderen Tag im Elster-Park in der Nähe des Blauhauses mit Frau Stawski verbracht. Es war kein gewöhnlicher Ausflug, sondern eine Erfahrung, die uns viele Dinge aus einer neuen Perspektive sehen ließ.
Ein besonders wichtiger Teil des Tages war das Treffen mit einer blinden Frau. Sie erzählte uns von ihrem Leben und davon, wie es ist, von Geburt an blind zu sein. Wir erfuhren, mit welchen Herausforderungen sie täglich konfrontiert ist und wie sie diese meistert.
Besonders interessant war es, von den Hilfsmitteln zu erfahren, die ihr im Alltag helfen. Zum Beispiel zeigte sie uns eine spezielle Schreibmaschine und erklärte, wie sie sich im Alltag orientiert, wie sie Geld unterscheidet und wie sie es mithilfe spezieller Systeme organisiert.
Uns hat beeindruckt, dass sie nicht nur ihren Alltag meistert, sondern auch eigene Geschichten schreibt. Eine davon hat sie uns sogar vorgelesen – das war sehr bewegend.
Danach nahmen wir an einem Workshop teil. Wir teilten uns in Paare auf, und jeweils eine Person bekam die Augen verbunden, während die andere sie führte. Dabei mussten wir verschiedene Aufgaben erfüllen und darauf achten, was wir fühlen, hören, riechen und schmecken.
So konnten wir zumindest ein bisschen nachvollziehen, wie es ist, sich ohne Sehen zu orientieren und sich auf andere Sinne zu verlassen.
Später gingen wir zu einer Kletteranlage, auf der wir mit Sicherung klettern konnten. Das war gleichzeitig spannend und ein bisschen herausfordernd. Interessant war, dass wir einen Teil der Strecke wieder mit verbundenen Augen zurückgelegt haben und dabei der führenden Person vertrauen mussten.
Dieser Tag war sehr abwechslungsreich und wird uns lange in Erinnerung bleiben. Er hat uns nicht nur Neues beigebracht, sondern auch geholfen, andere Menschen besser zu verstehen und dankbar für das zu sein, was wir haben.



